Johann N. Löfflmann • Informatiker

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USA Travel Tips


Sämtliche Infos beziehen sich auf meine persönlichen Erfahrungen in den Vereinigten Staaten von Amerika (New York vom 08.02. bis 16.02.2000; San Francisco, California vom 15.04. bis 22.04.2000; Boston, Massachusetts vom 04.11. bis 09.11.2000; Denver, Colorado vom 08.02. bis 13.02.2001 und 27.02. bis 04.03.2003; Las Vegas, Nevada vom 06.10. bis 10.10.2007; Washington, DC und Arlington, Vienna, Mount Vernon, Monticello, Williamsburg und Virginia Beach im Bundesstaat Virginia vom 01.05.2008 bis 13.05.2008).

Johann in Washington D.C.Mein Besuch im Nachbarstaat Kanada (vom 13.08. bis 23.08.2005 bei Niagara Falls, Niagara-on-the-Lake, Toronto und Ottawa in der Provinz Ontario und Montreal, Québec war ebenfalls sehr hilfreich für die Tipps auf dieser Seite. And last, but not least, hat diese Seite profitiert von den Erzählungen meiner Frau, die in den USA als Au-Pair ("Nanny") für ein Jahr wertvolle Erfahrungen sammeln durfte.
 

Reisepaß (passport)
Für die Einreise in die USA ist ein maschinenlesbarer Reisepaß erforderlich, der für die Dauer Ihres USA-Aufenthaltes gültig ist (früher war eine Mindestgültigkeitsdauer von einem halben Jahr erforderlich). Sowohl biometische (elektronische) als auch nicht-elektronische (maschinenlesbare) Reisepässe entsprechen den Anforderungen für visumsfreies Reisen. Sie müssen also keinen ePass beantragen, wenn Sie noch einen alten gültigen Reisepass besitzen (gültig bedeutet hier: mindestens gültig bis zum Tage der Rückkehr nach Deutschland). Ein Personalausweis reicht nicht und er ist für die USA auch nicht erforderlich. Berücksichtigen Sie die Zeit, die deutsche Behörden benötigen, um Ihnen ggf. einen neuen Reisepaß auszustellen. Wenn Sie sich länger als 90 Tage in den USA aufhalten möchten, müssen Sie ein Visum beantragen.


ReisedokumenteStatue of Liberty
Vor 12. Januar 2009 war das Prozedere folgendermaßen: bereits vor dem Flug oder im Flugzeug füllte man als Nicht-US-Bürger zwei Formulare aus. Ein grünes und ein weiß-blaues (bis 2007 oder so war das Zoll-Formular komplett weiß). Beide Formulare waren auf stabilem, kartonartigem Papier gedruckt. Das grüne (I-94 W) war für die Einwanderungsbehörde (Immigration Service) und es gab das Formular nicht nur in englisch, sondern auch in deutscher Sprache - ausfüllen mußte man es trotzdem in englisch und zwar ein Formular pro Familienmitglied. Das weiß-blaue Formular war für den Zoll (U. S. Customs) bestimmt. Dabei reichte ein einzelnes Formular, wenn man als Familie reiste (ja, auch ein Ehepaar ist eine Famlie). Es durften für maximal 100 $ Waren oder Geschenke in die USA eingeführt werden. Menschen, die aus Ländern kamen, die am sogenannten "Visa Waiver Program" teilnehmen, wie z. B. Deutschland, brauchen das dritte, ganz weiße Formular (I-94) nicht ausfüllen. Man mußte eine Adresse in den USA bereithalten, wo man sich aufhielt (z. B. Ihr Hotel), die Adresse musste in das grüne Formular eintragen werden. Gemäß APIS (Advance Passenger Information System) hatten sich die Fluggesellschaften verpflichtet, personenbezogene Daten (wie z. B. die USA Adressse) bereits vor dem Flug zu erheben. Diese Informationen konnten i. d. R. bei der Onlinebuchung eines Fluges per Internet oder aber persönlich am Schalter beim Check-In zur Verfügung gestellt werden.
Seit 12. Januar 2009 hat die elektronische Reisegenehmigung die papierbasierte abgelöst (das entsprechende Gesetz dazu heißt "Paperwork Reduction Act"), d. h. Anträge werden nun online, über das Internet ausgefüllt. Der Antrag kann hier abgerufen werden: https://esta.cbp.dhs.gov/esta/esta.html?language=de. Das Ministerium für innere Sicherheit ("Department of Homeland Security") empfiehlt, Anträge auf Reisegenehmigungen mindestens 72 Stunden vor Antritt der Reise einzureichen. Weitere Fragen und Antworten zur Reisegenehmigung finden Sie hier: https://esta.cbp.dhs.gov/esta/WebHelp/helpScreen_de.htm
Seit 8. September 2010 ist die Einreisegenehmigung kostenpflichtig, z. Zt. werden 14 Dollar fällig.
Siehe auch https://de.usembassy.gov/de/visa


PlatzwahlAir view 10/2007
Ob Sie sich für Ihre Reise im Flugzeug für einen Fenster- oder Gangplatz entscheiden sollten, hängt von mehreren Dingen ab. Ist es ein Hin- oder Rückflug, ein Interkontinentalflug oder ein Inlandsflug innerhalb der USA (domestic flight), ein Tag- oder ein Nachtflug? Falls Sie Fotos machen möchten, ist ein Fensterplatz besser geeignet. Bei einem Platz in der Mitte des Flugzeugs kann Ihnen der Flügel die Sicht nach unten versperren. Wenn Sie hinter der Düse des Flugzeugs sitzen, kann es sein, daß Fotos nicht besonders werden, da die Hitze die Luft vibrieren lassen kann. Ein Gangplatz bietet Ihnen die Möglichkeit, unabhängiger zu sein, da Sie aufstehen können, wann Sie möchten, ohne jedesmal den Nachbarn fragen zu müssen, ob sie/er Sie rauslassen kann. Für Interkontinentalflüge wähle ich persönlich lieber einen Gangplatz, für Inlandsflüge (innerhalb der USA) ist ein Fensterplatz meiner Meinung nach die bessere Wahl.


Wetter
Um zu erfahren, welches Wetter Sie in den USA erwartet, kann ich weather.com empfehlen. Die Seite kennt zwar nur das Wetter in den USA, einigen internationalen Städten und internationalen Flughäfen, dafür sind die Vorhersagen aber meiner Erfahrung nach relativ zuverlässig. Andere mir bekannte deutschsprachige Wetter-Seiten lagen mit dem Wetter in den USA leider oftmals völlig daneben. Sie wollen doch keine Gummistiefel einpacken, wenn Sonnencreme besser gewesen wäre, oder? Temperaturen werden in den USA immer noch in Fahrenheit angegeben statt in Grad Celsius. Wenn Sie Temperaturen auf Ihrem Computer umrechnen möchten, empfehle ich meine kostenlose Software unter Software Tipps.


Sicherheitskontrolle und Handgepäck

Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA wurden aus Angst vor weiteren Anschlägen die Sicherheitsvorkehrungen an den Flughäfen weltweit immer weiter versärkt. Die signifikanteste Änderung ist meiner Meinung nach die Restriktion von Flüssigkeit im Handgepäck. Dort transportierte Flüssigkeitsbehälter dürfen nicht größer als 100 ml sein. Alle Flüssigkeitsbehälter müssen in einem durchsichtigen, wiederverschließbaren Plastikbeutel mit max. 1 Liter Fassungsvermögen (zum Beispiel einem herkömmlichen Gefrierbeutel mit Zipp-Verschluss) aufbewahrt werden. Der Beutel darf eine beliebige Anzahl von Gefäßen enthalten, muss aber vollständig zu verschließen sein. Jeder Fluggast darf nur einen Beutel mit ins Flugzeug nehmen.

Seit Anfang Juli 2014 wurden die Sicherheitskontrollen für Direktflüge in die USA weiter verschärft. Die Sicherheitsbeamten können alle elektronischen Geräte wie z. B. Smartphones und Tablets kontrollieren und verlangen, dass diese eingeschaltet werden. Entladene Geräte dürfen nicht mit an Bord genommen werden.

Siehe auch http://www.tsa.gov/press/releases/2014/07/06/enhanced-security-measures-certain-airports-overseas

Einige Flughäfen in Deutschland bieten zum Glück einige kostenlose Ladestationen an, an denen man den Stromdurst seiner Geräte stillen kann.

Siehe auch http://www.welt.de/wirtschaft/article129899791/So-kriegen-Sie-Ihr-Handy-durch-die-Akku-Kontrolle.html


Abflug Deutschland (departure)

Einchecken, Sicherheitskontrolle, Boarden. Notebooks dürfen im Flugzeug benutzt werden, nicht hingegen infrarotgesteuerte Peripherie, wie z. B. eine kabellose Maus. Eingeschaltete und empfangsbereite Handies sind ebenfalls an Board verboten (zumindest beim Start und bei während der Landung, bei manchen Flügen auch während des gesamten Fluges). Alternativ schalten Sie Ihr Handy bzw. Smartphone einfach in den Flugmodus, d. h. es hat, während es in diesem Modus gestellt ist, keine Verbindungsmöglichkeit nach aussen.

Handy im Flugmodus

Moderne Digitalkameras können Bilder mittels GPS mit einer Geomarkierung versehen. Das ist auf Reisen sehr sinnvoll, weil man sich eine Reiseroute auf einer Karte später nochmal ansehen kann. Sie sollten die GPS-Funktionen aber während des Fluges deaktivieren. Meistens wird ebenfalls einen Flugzeug-Modus angeboten.

Digitalkamera im Flugzeug-Modus

Da es im Flugzeug manchmal kalt werden kann, legt man sich eine von der Fluggesellschaft üblicherweise zur Verfügung gestellte Decke auf den Schoß. Sich der Schuhe im Flugzeug zu entledigen, kann unter Umständen ebenfalls zum Komfort beitragen. Es hat sich deswegen auch als nützlich erwiesen, im Handgepäck auch etwas dickere Socken mit einzupacken.


Flug-Knigge

Mit gesundem Menschenverstand sollte es für jeden möglich sein, sich an einfache, offensichtliche Benimm-Regeln auch während eines Fluges zu halten, doch leider muß ich immer wieder feststellen, daß dies nicht immer der Fall ist. Vor allem diejeniegen, die glauben, daß sie alles schon wüssten, scheinen Ihre guten Manieren scheinbar völlig zu Hause vergessen haben. Hier ist er also, mein persönlicher kurzer "Knigge für Flüge": Seien Sie stets rücksichtsvoll auf andere Fluggäste und seien Sie hilfsbereit, falls andere Hilfe benötigen. Seien Sie geduldig, vor allem beim Einsteigen in das Flugzeug. Seien Sie höflich. Respektieren Sie andere Mitreisende. Wenn das Flugzeug während des Fluges verdunkelt ist und die meisten Mitreisenden noch schlafen, unterhalten Sie sich nur leise mit anderen Fluggästen. Sollten Sie einen Fensterplatz haben, das Flugzeug innen noch verdunkelt ist und es draußen aber schon hell ist und Sie Ihr Fenster öffnen möchten, machen Sie das Fenster nur stückchenweise und langsam auf. Den schnellen Ausgleich von extremen Helligkeitsunterschieden empfindet kein Auge angenehm, vor allem wenn man noch etwas schläfrig ist. Beim Aussteigen aus dem Flugzeug gilt das gleiche wie beim Einsteigen: seien Sie rücksichtsvoll, hilfsbereit und geduldig. Wenn Sie diese Grundregeln beherzigen, wird Ihnen der Flug selbst ebenfalls viel angenehmer vorkommen. Das ist für Sie alles selbstverständlich? Dann ist ja alles klar, herzlichen Glückwunsch und los gehts.


Flughafenjargon
Hier einige Vokabeln, die das Leben auf dem Flughafen leichter machen können:
 

English Deutsch
aisle seat Gangplatz
arrival Ankunft
baggage claim Gepäckrückgabe
carry on luggage Handgepäck
concourse Flughafenterminal oder Teil des Flughafenterminals, durch eine U-Bahn sind die concourses miteinander verbunden (z. B. in Denver, Chicago oder Las Vegas).
departure Abflug
fasten seat belt / buckle up Sicherheitsgurt anschnallen
window seat Fensterplatz


Landung
Wenn der Unterschied zwischen Kabinendruck und äußerem Luftdruck zu schnell modifiziert wird, hat sich bewußtes Gähnen als äußerst hilfreich herausgestellt, um das schmerzhafte Knacken in den Ohren zu vermeiden. Dieser Trick kann übrigens auch beim Start helfen.


Anstehen
Schon bald nach der Landung werden Sie feststellen, daß das Anstehen in einer Schlange ("Line") in den USA sehr gesittet zugeht. Junge Amerikaner lernen diese Tugend schon sehr früh, was aber auch oft dazu führt, daß sie sich scheinbar immer in der Schlange anstellen, in der bereits die meisten Menschen stehen. Falls Sie also mehrere Warteschlangen vor sich finden, wählen sie einfach die kürzeste. Vordrängeln sollten Sie sich aber auf keinen Fall!


Ankunft USA (arrival)
Bei der US-Immigration muß man nun den Pass und das grüne Formular vorzeigen und kurz mündlich erklären warum man in die USA reist ("vacation" oder "business trip"). Seit dem 30. September 2004 ist die Prozedur etwas erweitert. Fingerabdrücke werden genommen und vom Gesicht wird ein digitales Foto gemacht. Von 2004 bis 2007 reichte es, den linken Zeigefinger und anschließend den rechten Zeigefinger auf eine Glasplatte zu legen, die von einem Computer dann digital erfasst wurde. Seit Januar 2008 muß man sich (bereits in vielen Staaten) alle zehn Finger scannen lassen (in Washington, D. C. beispielsweise scannte man mir z. B. im Mai 2008 zunächst 4 Finger der rechten Hand, 4 Finger der linken Hand und dann noch die 2 Daumen). Das Foto (ohne Brille - "take off your glasses!") wird anschließend digital aufgenommen und gespeichert. Da ich groß gewachsen bin, wurde ich z. B. auch einamal aufgefordert, etwas in die Knie zu gehen, damit die Kamera mein Gesicht erfassen kann. Der kleine Abschnitt des grünen Forumlars wird vom US Beamten abgetrennt und in den Reisepass getackert, der obere Teil des Formulars bleibt in den Staaten. Bei der Ausreise wird normalerweise der Abschnitt aus dem Reisepass wieder entfernt. Falls das nicht so sein sollte, lesen Sie bitte weiter bei Abflug USA. Die ganze Prozedur bei der US-Immigration ist jedenfalls in der Regel in ein paar kurzen Augenblicken erledigt, vorausgesetzt man muß nicht lange in einer Schlange warten und man wird nicht steckbrieflich gesucht oder so (ich war schon mal der glückliche Zweite von zwei Leuten in einer Schlange, bin aber auch schon mal über eine halbe Stunde angestanden). Nach dem Passieren der US-Immigration nimmt man sein aufgegebenes Gepäck entgegen ("baggage claim"). Hat man alle Gepäckstücke wieder, geht es noch kurz durch die US Customs/Border Protection, wo man das weiß-blaue Formular abgibt. Well done, you're in the US.

Welcome to Las Vegas


Datum
Wie bei allen westlichen Ländern wird der gregorianische Kalender verwendet. Das Datum wird aber in der Form "MM/DD/YYYY" statt "DD.MM.YYYY" geschrieben. Lediglich auf den Formularen für die Einwanderungsbehörde und den Zoll muß die Schreibweise "DD/MM/YYYY" verwendet werden.


Zeit
Die USA verwendet zur Kennzeichnung von Vor- und Nachmittag die Abkürzungen a. m. (ante meridian) und p. m. (post meridian) statt des in Deutschland verwendeten 24 Stunden-Systems. Der Tag in den USA läuft von 12.00 a. m., 1.00 a. m. usw. bis 11.59 a. m. statt von 00:00 bis 11:59. Außerdem von 12.00 p. m., 1.00 p. m. usw. bis 11.59 p. m. statt von 12:00 bis 23:59. Die Woche beginnt in den USA mit dem Sonntag, statt wie in Deutschland mit dem Montag (das die DIN-Norm 1355 seit 1976 so festgelegt hat).


Zeitverschiebung
Deutschland hat mit den USA i. d. R. eine Zeitverschiebung von 6  Stunden (z. B. in New York, seit 2007 können es während der Umstellung auf oder nach der Sommerzeit auch nur 5 Stunden sein) bis 9 Stunden (z. B. San Francisco, bis zum Jahr 2006 waren auch 10 Stunden möglich, als Europa bereits Sommerzeit hatte, die USA jedoch noch nicht). Wenn man in den USA gelandet ist, muß man seine Uhr um die entsprechende Anzahl an Stunden zurückstellen. Beispiel: wenn es in New York z. B. 7 Uhr morgens ist, so ist es in Deutschland bereits 1 Uhr nachmittags. Ausnahmen dieser Zeiten finden sich wie bereits erwähnt, bei den Übergängen von oder zur Sommerzeit.
Achtung: Funkwecker und -uhren bekommen in den USA keinen Kontakt mehr mit Frankfurt. Sie laufen durch ihren eingebauten Taktgeber nach deutscher Zeit auch nur unbestimmte Zeit korrekt weiter, danach stellen sie sich irgendwann auf eine Zeit ein, die nirgendwo auf der Welt existiert. Multi-Band-Funkwecker sollten das Problem nicht haben. Mit einem altmodischen, manuell einstellbaren Wecker ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite.


Sommerzeit (day light saving time)
In Mitteleuropa dauert die Sommerzeit vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober. Seit 2007 beginnt die Sommerzeit in den USA (in den meisten Staaten, einzelne Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel) am zweiten Sonntag im März und endet am ersten Sonntag im November. Während dieser Zeit gilt die Sommerzeit (Eselsbrücke: "Spring forward, fall back"). Das Zeitfenster der Sommerzeit in den USA seit 2007 um insgesamt bis zu 4 Wochen länger als in Europa. Vor 2007 war das Zeitfenster in den USA um eine Woche kürzer als in Europa, denn damals wurden die Uhren am ersten Sonntag im April eine Stunde vor- und am letzten Sonntag im Oktober wieder eine Stunde zurückgestellt. Vor 2007 ergab sich also während einer Woche (Ende März, Anfang April) eine Zeitverschiebung von zusätzlich einer Stunde. Beispiel (gültig bis einschließlich 2006): wenn es in New York z. B. 8 Uhr morgens war (in der besagten Woche), dann war es in Deutschland bereits 3 Uhr nachmittags (und nicht 2 Uhr nachmittags). In dieser Woche hatten wir dann eine Zeitverschiebung von 7 statt üblichen 6 Stunden zwischen New York und Deutschland. Seit 2007 ergibt sich eine bis zu 4 Wochen gültige Zeitverschiebung von weniger einer Stunde (sowohl Mitte März als auch Ende Oktober/Anfang November). Beispiel (gültig seit 2007): wenn es in New York 8 Uhr morgens ist (in den besagten Wochen), dann ist es in Deutschland erst 1 Uhr nachmittags (und nicht 2 Uhr nachmittags). In diesen Wochen haben wir dann eine Zeitverschiebung von nur 5 statt üblichen 6 Stunden zwischen New York und Deutschland, bzw. nur 8 statt üblichen 9 Stunden zwischen San Francisco und Deutschland. Ein Programm zum bequemen Umrechnen von Zeiten unterschiedlicher Zeitzonen unter Berücksichtigung der jeweils gültigen Sommerzeit finden sie unter Software Tipps.

Sommerzeit
Jahr Deutschland USA
2015 29.03.2015 - 25.10.2015 (30 Wochen) 08.03.2015 - 01.11.2015 (34 Wochen)
2014 30.03.2014 - 26.10.2014 (30 Wochen) 09.03.2014 - 02.11.2014 (34 Wochen)
2013 31.03.2013 - 27.10.2013 (30 Wochen) 10.03.2013 - 03.11.2013 (34 Wochen)
2012
25.03.2012 - 28.10.2011 (31 Wochen)
11.03.2012 - 04.11.2012 (34 Wochen)
2011 27.03.2011 - 30.10.2011 (31 Wochen) 13.03.2010 - 06.11.2011 (34 Wochen)
2010 28.03.2010 - 31.10.2010 (31 Wochen) 14.03.2010 - 07.11.2010 (34 Wochen)
2009 29.03.2009 - 25.10.2009 (30 Wochen) 08.03.2009 - 01.11.2009 (34 Wochen)
2008 30.03.2008 - 26.10.2008 (30 Wochen) 09.03.2008 - 02.11.2008 (34 Wochen)
2007 25.03.2007 - 28.10.2007 (31 Wochen) 11.03.2007 - 04.11.2007 (34 Wochen)
2006 26.03.2006 - 29.10.2006 (31 Wochen) 02.04.2007 - 29.10.2006 (30 Wochen)


Feiertage
Wenn Feiertage in den Zeitraum des Aufenthalts fallen, sind Inlandsfülge in den warmen Süden erfahrungsgemäß total überteuert - wenn man überhaupt noch einen bekommt (z. B. President's Day am dritten Montag im Februar oder während der "Spring break"). Siehe auch Software Tipps.


Ziffern und Zahlen
In den USA ist die Schreibweise für die "eins" nur ein senkrechter Strich, also ohne ansteigenden Haken. Die "sieben" wird ohne Querstrich geschrieben. Dies ist besonders bei den Einreisepapieren zu beachten. Das Trennzeichen für Zahlen ist statt eines Kommas ein Punkt. Größere Zahlen werden statt mit Punkten durch Kommas leserlicher gemacht.


Maße, Gewichte und andere Einheiten
1 inch (in.) = 2,54 cm; 1 foot (ft.) = 12 inches = 30,48 cm; 1 yard (yd.) = 3 feet = 91,44 cm; 1 mile (mi.) = 1,609 km.
1 ounce (oz.) = 28,35 g; 1 pound (lb.) = 16 oz. = 453,60 g; 1 stone (st.) = 14 lbs. = 6,35 kg; 1 quarter (qt.) = 2 st. = 12,7 kg
1 mph = 1,609 km/h; 1 sq ft = 0,09 m²
1 gallon = 3.785 Liter
Siehe auch Software Tipps.


Auto und Verkehr
Street in Las Vegas, 10/2007Außer in Großstädten, wo das öffentliche Verkehrsnetz meist gut ausgebaut ist, ist ein Auto ein absolutes Muß, um in den USA mobil zu sein. Ein internationaler Führerschein ist nicht unbedingt erforderlich, kann aber nützlich sein, wenn in den USA Auto gefahren werden soll. Ein internationaler Führerschein ist nur zusammen mit dem deutschen Führerschein gültig. Automatik- und Benzinfahrzeuge sind die Regel. Gefahren wird wie in Deutschland auf der rechten Seite. Überholen ist aber sowohl links als auch rechts erlaubt! Überraschend angenehm ist, daß das Fahren in den Staaten nicht so anstrengend ist wie hierzulande, zumindest ist das mein persönlicher Eindruck, da die Höchstgeschwindigkeit auf den Autobahnen meist auf 55 mph (88 km/h) beschränkt ist. Die Geschwindigkeitsgrenzen können aber inzwischen in vielen Bundesstaaten angehoben worden sein (im Mai 2008 war in Virginia 65 mph (105 km/h) aber das Höchste der Gefühle). Außerdem ist fast jedes Automobil mit einem Tempomat (Cruise Control) ausgestattet. Auf den Autobahnen der USA gibt es auch manchmal eine separate Spur ("Restricted Lane") nur für Autos mit mindestens zwei (gekennzeichnet mit "HOV-2 only") oder mehr Insassen (z. B. "HOV-3 only"). Das soll motivieren, Fahrgemeinschaften zu bilden. Das "HOV" auf den Schildern bedeutet übrigens High-occupancy vehicle lane. Es kann aber auch erlaubt sein, ohne einen Beifahrer auf einer HOV-Fahrbahn zu fahren. Achten Sie z. B. auf Anzeigen wie z. B. "Restricted Lanes - Open To Traffic, No Trucks". Auf machen Fahrbahnen gibt es auf der Seite "Spurrillen", die wenn man drüberfährt, einen wieder wachrütteln können. Sie warnen also den Autofahrer, sollte er mal vom Weg abkommen. Die Spurrillen-Fahrbahnen gibt es auch in Kanada. Dann gibt es noch "Speed Bumps", das sind kleine, auf der Fahrbahn aufgebrachte Hügel oder Wölbungen, die einen als Autofahrer zwingen können, auf geschwindigkeitsbegrenzten Straßen auch wirklich langsam zu fahren. Das Bild zeigt eine Verkehrsstraße im Oktober 2007 in Las Vegas, Nevada.


Tanken (Filling Station)
Filling Station 05/2008Meiner Meinung nach ist Tanken ist in den USA eine Wissenschaft für sich. Bei manchen Tankstellen müssen Sie, nachdem Sie den Zapfhahn von der Zapfsäule abgenommen haben, noch einen kleinen Hebel, auf dem der Zapfhahn lag, von Hand meist noch nach oben legen, damit das Benzin auch aus dem Zapfhahn kommt. Wenn die Tankstelle nicht gerade in der Pampa steht (wie z. B. in einem Nationalpark), können Sie auch direkt bargeldlos, z. B. mit Kreditkarte an der Zapfsäule bezahlen. Dazu müssen Sie Ihre Kreditkarte in den dafür vorgesehenen Schlitz stecken, bevor Sie tanken können. Es gibt Zapfsäulen, die mit einem Lautsprecher ausgestattet sein können und einem die Ohren mit Werbung volldröhnen (auf dem Bild ist er oben rechts zu erkennen). Suchen und drücken Sie den "Mute"-Knopf, falls Sie diese Art der Berieselung stört. An anderen Tankstellen kann es erfordlich sein, zuerst Geld beim Tankwart zu bezahlen, um sich das ehrenvolle Recht zu erwerben, selbst tanken zu dürfen. In der Regel sollte ihr Mietauto mit Kraftstoff einer niedrigen Oktanzahl auskommen (Ausnahmen bestätigen wie so oft auch hier die Regel). Ist Ihr Auto älter, kann es erforderlich sein, höherwertigen Stoff zu tanken. Im Bild sind die entsprechenden Oktanzahlen auf den drei kleinen rechteckigen gelben Aufklebern zu erkennen. Getankt wird in Gallonen, statt in Litern. Siehe auch Maße und Gewichte. Das Bild zeigt eine Zapfsäule einer Tankstelle im Mai 2008 in Williamsburg, Virginia.


Stromversorgung
Die Spannung beträgt in den USA 110 Volt/60 Hz Wechselstrom. Die meisten deutschen Elektrogeräte lassen sich manuell auf die halbe Voltzahl herunterschalten oder sie tun es automatisch. Amerikanische Steckdosen sind aber nur für flache Kontaktstifte gemacht, Stecker aus Europa mit Rundstiften passen nicht. Deshalb ist ein Adapter erforderlich.

Steckdose USA

Steckdosen in den USA haben in der Regel drei Löcher, genauer gesagt zwei flache Schlitze, die flache Kontaktstifte aufnehmen können und ein Loch für einen möglichen runden Schutzleiter. Amerikanische Stecker haben mindestens zwei flache Kontaktstifte. Befindet sich zusätzlich ein dicker, runder Stift am Stecker ist dies der Schutzleiter, er dient auch der Verpolungssicherheit (damit man den Stecker richtig herum in die Steckdose steckt). Der runde Schutzleiter ist aber nicht immer vorhanden. Üblicherweise ist dann aber einer der beiden flachen Kontaktstifte etwas breiter als der andere. Wenn Sie genau hinsehen, können Sie auf dem Bild erkennen, daß der obere Schlitz einen etwas breiteren Kontaktstift aufnehmen kann. Das dient dann ebenfalls der Verpolungssicherheit. Das Bild zeigt sowohl eine amerikanische Steckdose als auch einen amerikanischen Stecker mit den beiden flachen Kontaktstiften und einem Rundstift als Schutzleiter. Die Steckdose kann auch um 90° nach links gedreht sein und erinnert dann an einen erstaunten Smiley [o-:] Für mehr Information sehen Sie http://de.wikipedia.org/wiki/Länderübersicht_Steckertypen,_Netzspannungen_und_-frequenzen


Telefonieren über das Festnetz (Phone Calls)

Am teuersten ist es, direkt über das Hotel zu telefonieren, da hierbei oft die höchsten Preise verlangt werden. Sinnvoll hingegen ist eine sogenannte Prepaid-Karte, d. h. zuerst zahlen und dann telefonieren.

Prepaid Karten

Mit einer solchen Karte können Sie dann auch über das Telefon in Ihrem Hotelzimmer kostengünstig telefonieren. Versuchen Sie nicht, verzweifelt den Schlitz für die Karte in einem Telefon zu suchen - sie werden keinen finden, weil eine US-Telefonkarte anders funktioniert als eine deutsche. Zuerst wählt man die Nummer, die auf der Karte steht (meist eine sogenannte "Toll Free Number", die Sie erstmal nichts kostet, manchmal beginnt diese mit 1-800). Achtung: wenn Sie von einem Hotelzimmer aus telefonieren, müssen Sie in der Regel noch eine Ziffer vorweg wählen, um außerhalb des Hotels telefonieren zu können. Passen Sie höllisch auf, welche Ziffern Sie zuerst wählen. Folgen Sie dem Hinweis auf dem Telefon "Toll Free Calls - Press 9 + 1 + Toll Free Number" könnte das eine unangenehme Überraschung für Sie bereithalten. Beginnt eine Telefonnummer mit "911" als erste Ziffern - und dabei ist es egal, welche Ziffern danach noch gewählt werden, werden Sie direkt und sofort mit der Polizei verbunden! Legen Sie auf, ruft die Polizei zurück - schließlich könnte ja was passiert sein - und Sie dürfen Ihr Misgeschick erklären! "Local Calls - Press 9 + Number" wobei "Number" unsere "Toll Free Number" von der Prepaid-Karte ist, wäre in diesem Fall die korrekte Aktion gewesen.
Wenn Sie es geschafft haben und mit dem automatischen Prepaid-System des Telefonanbieters verbunden worden sind, lauschen Sie der Stimme und folgen den Anweisungen. In der Regel gibt man als nächstes eine PIN-Nummer ins Telefon ein. Diese PIN muß üblicherweise zuerst auf der Karte freigerubbelt werden. Nach Deutschland wählt man nun "01149", die Vorwahl der deutschen Stadt ohne Null und die eigentliche Nummer des Gesprächspartners. Zum Beenden des Gesprächs aufhängen!


Telefonieren mit dem Handy (Cell Phone)
Manche Handies erwarten statt des Prefixes "01149" ein "+49" (die Tasten Plus, Vier und Neun drücken). Handies werden in Amerika übrigens "Cell Phones" genannt (und in Großbritannien "Mobiles"). Handies können nur benutzt werden, wenn sie sich auf 1900 MHz umstellen lassen. Sogenannte Tri-band-Handies und Quad-band-Handies können das. Neuere Handies machen die Umstellung automatisch, wenn auch manche Modelle einige Minuten brauchen können, bis sie sich an die neue Umgebung "gewöhnt" haben. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Telefonprovider über die sogenannten Roaming Gebühren, die fast immer anfallen und mitunter sehr hoch ausfallen können, wenn Sie länderübergreifend telefonieren. Noch ein Tipp eines Lesers meiner USA-Travel-Tipps: "Bitte warnen Sie vor den horrenden Gebühren die deutsche Provider beim Roaming in den USA verlangen. Ich hatte vor 2 Jahren eine Rechnung von 200 Euro. Ich empfehle meinen Bekannten mittlerweile die Verwendung von Prepaid Karten fürs Handy. Hier kann man schon für [einige wenige] US-Cent nach Deutschland anrufen [...]. Mit der Karte hatte ich 20 Dollar vertelefoniert für eine mindestens doppelte Gesprächszeit."


Post (mail)
Postkarten nach Deutschland kosten 98 US cents (Stand 08/2010). Aktuelle Informationen erhalten Sie mit dem Postage Rate Calculator des US Postal Services. Postkästen sind meist blau.

Postkasten USA


Münzen (coins)
Die Währungseinheit der USA ist der Dollar. Ein Dollar unterteilt sich in 100 Cents. Die Münzen heißen dollar, half a dollar (50 Cents), quarter (25 Cents), dime (10 Cents), nickel (5 Cents) und penny (1 Cent). 50 Cent-Münzen und die Ein-Dollar-Münzen treten recht selten im baren Zahlungsverkehr auf. Die Ein-Dollar-Münze, der Susan B. Anthony Dollar besitzt fast gleiche Abmessungen wie der Quarter. Der Sacagawea Dollar ist goldfarben und ungefähr so groß wie ein Zwei-Euro-Stück. Tipp: Der Sacagawea Dollar wird oft in "Post Offices" als Wechselgeld von "Stamp Machines" herausgegeben. Ein Nickel (zweite Münze von links) ist trotz des niedrigeren Wertes im Durchmesser größer als ein Dime (dritte Münze von links)! Ein 5-Cent-Stück aus Europa hat den gleichen Durchmesser wie das 5-Cent-Stück der USA (zweite Münze von links). Und ein 2-Cent-Stück aus Europa ist in etwa so groß wie ein 1-Cent-Stück aus den USA (erste Münze von links).

USA Coins
Folgendes gilt für die meisten Münzen, die man im Geldbeutel finden wird: auf dem 1-Cent-Stück ist stets Lincoln im Seitenprofil und auf dessen Rückseite das Lincoln-Memorial in Washington, DC abgebildet. Auf der Vorderseite des 5-Cent-Stücks ist Thomas Jefferson (in den letzten Jahren mit wechselndem Kopfprofil) und auf dessen Rückseite Monticello in Virginia zu sehen. Das 10-Cent-Stück zeigt das Profil von Roosewelt und eine Fackel auf der Rückseite. Und das 25-Cent-Stück zeigt Geroge Washington auf der Vorder- und einen Adler auf der Rückseite. Seit 1999 gab es das "50 State Quarters Program", das im Jahr 2008 endete. Dabei zeigt ein Quarter auf seiner Rückseite ein Bild aus einem der 50 Bundesstaaten der USA - nicht nur für Münzsammler interessant, finde ich.
Ab 2010 gibt es ein neues Quarters Programm namens "America the Beautiful". Bis zum Jahr 2021 werden dann auf den Quarter-Rückseiten jedes Jahr fünf berühmte Nationalparks oder -plätze der USA abgebildet sein. Wer genau hinsieht, kann vielleicht ein P, ein D und manchmal auch ein S auf der Münze erkennen. Der Buchstabe steht dabei für die Münzprägeanstalt ("Mint") in Philadelphia, Denver oder San Francisco. Noch ein kleiner, kurioser Unterschied: um die Rückseite von amerikanischen Münzen zu sehen, kippt man sie stets horizontal, nicht vertikal wie in Europa üblich. Für mehr Informationen über die Münzen der USA im Umlauf siehe http://usmint.gov.


Geldscheine (bucks)
Dollars werden in den USA umgangssprachlich als "bucks" bezeichnet. Banknoten gibt es in den Werten $ 1, 2, 5, 10, 20, 50, 100, 500 und 1000, 5000, 10000 und 100000. Formate: Alle US-Banknoten haben die gleichen Formate. Vorkommen: Zwei-Dollar-Scheine sind sehr selten. Auf ihnen ist Thomas Jefferson abgebildet, sie bekommt man z. B. als Wechselgeld beim Kauf einer Eintrittskarte für das Monticello-Anwesen, auf dem Thomas Jefferson gelebt hat. Scheine mit Nennwerten ab 100 Dollar wird man als Tourist wahrscheinlich kaum zu Gesicht bekommen dürfen. 1000-Dollar-Scheine und die noch größeren Werte sind ausschließlich im Interbank-Verkehr anzutreffen (und ich habe zumindest noch keine echten gesehen). Farbe: Alle alten US-Banknoten haben die gleichen schwarz-grünlichen Farben, was Ihre Unterscheidung nicht gerade erleichterte. Die Werte neuerer Scheine können mittlerweile aber auch farblich unterschieden werden und sie haben auch mehr Sicherheitsmerkmale. Für mehr Informationen über die Geldscheine siehe http://www.bep.treas.gov und http://www.moneyfactory.gov. Falls Sie Euros in Dollars, Dollars in Euros oder sonst irgendeine Währung umrechnen möchten, schauen Sie doch bitte bei Software Tipps vorbei.


Bezahlen
Bezahlen kann man in den USA sowohl bar, mit Travellercheques als auch mit Kreditkarte. Letztere gibt einem die Möglichkeit, nicht ständig ein Bündel Geldscheine mit sich führen zu müssen. Außerdem ist die USA auch als das Land der Kreditkarten berühmt. Beachten Sie, daß manche Kreditkartenunternehmen z. B. 1 % Gebühren auf den Umsatz verlangen für den "Auslandseinsatz". Prepaid Kreditkarten sind wegen der abgeschalteten Kreditfunktion nur bedingt für Geldgeschäfte geeignet. Einen Mietwagen sollten Sie z. B. nur mit einer echten Kreditkarte bekommen. Einiges kann man aber ohnehin nur bar bezahlen. Bestimmte Eintritte (wie z. B. das UN-Building in New York), Taxis (yellow cabs in New York), anonyme Spiele an einarmigen Banditen und an Roulette-Tischen (in Las Vegas), manche Autobahnmautstellen (Toll), Servicepersonal (wie z. B. den Kofferträger am Flughafen oder das Zimmermädchen), kleinere Breakfast-Läden und Straßenhändler, usw. wo es oftmals ohnehin nur um kleinere Beträge geht, zählen dazu. Daneben gibt es auch noch die Geräte, die mit einem Penny und zwei Quarters gefüttert, einen Cent zu einer hübschen ovalen Andenkenplakette plattwalzen können.


Steuern (tax)
Die Preise der Waren werden alle netto ausgezeichnet, d. h. es kommt noch die Steuer (tax) hinzu. Die Nettoangaben sollen einen besseren Preisverglich zwischen den einzelnen Staaten in den USA erlauben, da jeder Staat unterschiedliche Steuern erhebt. Auf der anderen Seite ist der tatsächliche Preis, den man bezahlt, durch diese Art der Preiskennzeichnung aber stets höher als auf den Waren angegeben. Ausnahmen sind beispielsweise der Bundesstaat Delaware und Duty-Free-Shops in Flughäfen, wo gar keine Verkaufssteuern für Verbraucher erhoben werden. Siehe auch "Sales taxes in the United States".


Trinkgeld (tip)
Wenn der Kellner sich nicht schon selbst das Trinkgeld auf die Rechnung geschrieben hat, so sind 10 % - 15 % vom Nettobetrag üblich.


Essen und Trinken
In den meisten Restaurants gilt: "Wait to be seated", d. h. Sie suchen sich nicht einfach einen Tisch, sondern die Bedienung weist Ihnen einen Tisch zu. Grundsätzlich werden Softdrinks (z. B. Cola) mit ungewohnt viel Eis serviert. Ein "Refill" für alkoholfreie Getränke ist üblicherweise kostenlos (außer es wird in der Dose serviert). Das gilt auch für die Fast-Food-Ketten. Spar-Tipp: den kleinsten Softdrink bestellen und dafür öfters kostenlos "nachtanken".


Wasser
Das Leitungswasser ist meist mit Chlor versetzt. Abhängig von Region zu Region schmeckt man das schwächer oder eben stärker heraus. Wasser mit Kohlensäure (sparkling water) muß man richtig suchen.


Toilette (restroom)
Eine Klobürste kennen die Amerikaner meines Wissens nicht. Noch ein kurioser Unterschied: ein Klodeckel aus den USA ist meistens an der Front etwas geöffnet, er bildet also eher eine U-Form oder Omega-Form im Gegensatz zur deutschen O-Form. Der Wasserspiegel in der Toilette ist auch um einiges höher als in Deutschland.

Water Closet


Packen für die Rückreise
Vor dem Abflug lohnt es sich beim Packen aufzupassen. Neben einem Handgepack pro Person gestatten einige Fluggesellschaften (wie z. B. die Lufthansa) zusätzlich zwar zwei Gepäckstücke pro Person, allerdings aber auch nur 23 kg pro Gepäckstück. Kommen Sie bei einem einzigen Gepäckstück über dieses Limit, kann es teuer werden. 50 Dollar ist das günstigste Bußgeld (und dabei spielt es auch keine Rolle, daß Ihre Sachen beispielsweise insgesamt weniger als 46 kg auf die Waage bringen, sie selbst deutlich weniger wiegen als ein vollgefutterter Fastfood-Liebhaber und es hat auch nicht den geringsten Einfluß auf das Bußgeld, daß Sie der Fluggesellschaft durch Ihre Kofferwahl etwas an Volumen gespart haben). Statt mit einem kleinen und einen großen Gepäckstück zu reisen, empfehle ich deshalb gleich zwei große Koffer - falls Sie vorhaben, wegen einen evtl. günstigen Dollarkurs etwas mehr in den Staaten einzukaufen.


Abflug USA (departure)
Dank des elektronischen Reisegenehmigungsverfahrens, das am 12. Januar 2009 in Kraft trat, ist folgender Absatz wahrscheinlich obsolet:

Stellen Sie sicher, daß Sie bei der Ausreise aus den USA den grünen Abschnitt I-94W, der Ihnen bei der Einreise in Ihren Reisepass hineingetackert worden ist, von einem US Beamten oder Mitarbeiter der Fluggesellschaft wieder herausgenommen wird (vor allem beim Check-In an einem Automaten kann man das leicht vergessen). Wenn Sie das versäumen, werden Sie als "Overstay" geführt und es könnten sich ernste Probleme bei der nächsten Einreise in die USA ergeben.

Bei der amerikanischen Flughafensecurity ist es Pflicht, die Schuhe auszuziehen und manchmal werden einem Überziehschuhe, die man evtl. schon aus einem Operationssaal her kennt, offeriert. Nehmen Sie dieses Angebot ruhig an, die Überziehschuhe können Sie im Flieger wieder prima brauchen. Jetzt sind Sie bald wieder zu Hause, lehnen Sie sich gemütlich zurück und treten Sie die Heimreise an. Unvergeßlich sind bei Nacht und klarem Himmel die hell erleuteten Städte der Erde. Sonnenuntergänge sind auch aus dem Flugzeug schön anzusehen:

We leave San Francisco, 10/2007


Ankunft Deutschland (arrival)
Uhren wieder vorstellen, solange wie möglich im Tageslicht aufhalten und dann ordentlich den Jetlag ausschlafen!


Software Tipp
Wenn Sie einen Trip in die USA planen, kann Ihnen zur Vorbereitung mein kostenloses, registrierungsfreies, werbefreies und plattformunabhängiges Open Source Programm NumericalChameleon evtl. nützliche Dienste leisten. Es kennt z. B. die Feiertage der USA, kann Zeiten verschiedener Zeitzonen umrechnen und beherrscht auch alle wichtigen Maße- und Gewichte, Temperaturen, etc. Sie können mit Hilfe der Software auch eine Liste des aktuell gültigen Dollar-Kurses für Ihre Reise erstellen. Das Programm kann Ihnen natürlich auch helfen, wenn Ihr Reiseziel ein anderes als die USA ist.


Weiterführende Links
https://de.usembassy.gov/- Die US-Botschaft und Konsulate in Deutschland
http://johann.loefflmann.net/software/numericalchameleon/index.html - Das NumericalChameleon (siehe Software Tipp)