Sämtliche
Infos beziehen sich auf meine persönlichen Erfahrungen
in den
Vereinigten
Staaten von Amerika (New York vom 08.02.
bis 16.02.2000; San
Francisco, California vom 15.04. bis 22.04.2000; Boston,
Massachusetts
vom 04.11. bis 09.11.2000; Denver, Colorado vom
08.02. bis 13.02.2001
und 27.02. bis 04.03.2003; Las Vegas, Nevada vom
06.10. bis 10.10.2007;
Washington,
DC und Arlington, Vienna, Mount Vernon, Monticello,
Williamsburg
und
Virginia
Beach im Bundesstaat Virginia vom 01.05.2008 bis 13.05.2008).
Mein Besuch im Nachbarstaat
Kanada (vom 13.08. bis 23.08.2005
bei Niagara Falls, Niagara-on-the-Lake, Toronto und Ottawa in
der Provinz
Ontario und Montreal, Québec war
ebenfalls sehr hilfreich
für die Tipps auf dieser Seite. And last, but not least, hat diese
Seite profitiert von den Erzählungen meiner Frau, die in den USA als
Au-Pair ("Nanny") für ein Jahr wertvolle Erfahrungen sammeln durfte.
Reisepaß
(passport)
Für die Einreise in die USA ist ein maschinenlesbarer Reisepaß
erforderlich, der für die Dauer Ihres USA-Aufenthaltes gültig ist
(früher war eine Mindestgültigkeitsdauer von einem halben Jahr
erforderlich). Sowohl biometische (elektronische) als auch
nicht-elektronische (maschinenlesbare) Reisepässe entsprechen den Anforderungen für visumsfreies Reisen. Sie müssen also keinen ePass
beantragen, wenn Sie noch einen alten gültigen Reisepass besitzen
(gültig bedeutet hier: mindestens gültig bis zum Tage der Rückkehr nach
Deutschland). Ein
Personalausweis
reicht nicht und er ist für die USA auch nicht erforderlich.
Berücksichtigen Sie
die Zeit, die deutsche Behörden benötigen, um Ihnen ggf. einen
neuen Reisepaß auszustellen. Wenn Sie sich länger als 90 Tage
in den USA aufhalten möchten, müssen Sie ein Visum
beantragen.


Wetter
Um zu erfahren, welches Wetter Sie in den USA erwartet, kann ich weather.com
empfehlen. Die Seite kennt zwar nur das Wetter in den USA, einigen
internationalen
Städten und internationalen Flughäfen, dafür sind die Vorhersagen
aber meiner Erfahrung nach relativ zuverlässig. Andere mir bekannte
deutschsprachige Wetter-Seiten lagen mit dem Wetter in den USA leider
oftmals
völlig daneben. Sie wollen doch keine Gummistiefel auspacken, wenn
Sonnencreme besser gewesen wäre, oder? Temperaturen werden in den
USA immer noch in Fahrenheit angegeben statt in Grad Celsius. Wenn Sie
Temperaturen auf Ihrem Computer umrechnen möchten, empfehle ich meine
kostenlose Software unter Software
Tipps.
Abflug
Deutschland (departure)
Einchecken, Boarden. Notebooks dürfen im Flugzeug benutzt werden, nicht hingegen infrarotgesteuerte Peripherie, wie z. B. eine kabellose Maus. Eingeschaltete Handies sind ebenfalls an Board verboten (zumindest beim Start und bei während der Landung, bei manchen Flügen auch während des gesamten Fluges). Da es im Flugzeug manchmal kalt werden kann, legt man sich eine von der Fluggesellschaft üblicherweise zur Verfügung gestellte Decke auf den Schoß. Sich der Schuhe im Flugzeug zu entledigen, kann unter Umständen ebenfalls zum Komfort beitragen. Es hat sich deswegen auch als nützlich erwiesen, im Handgepäck auch etwas dickere Socken mit einzupacken.
Flughafenjargon
Hier einige Vokabeln, die das Leben auf dem Flughafen leichter machen
können:
| English | Deutsch |
| aisle seat | Gangplatz |
| arrival | Ankunft |
| baggage claim | Gepäckrückgabe |
| carry on luggage | Handgepäck |
| concourse | Flughafenterminal oder Teil des Flughafenterminals, durch eine U-Bahn sind die concourses miteinander verbunden (z. B. in Denver, Chicago oder Las Vegas). |
| departure | Abflug |
| fasten seat belt / buckle up | Sicherheitsgurt anschnallen |
| window seat | Fensterplatz |
Landung
Wenn der Unterschied
zwischen Kabinendruck und äußerem Luftdruck
zu schnell modifiziert wird, hat sich bewußtes Gähnen als äußerst
hilfreich herausgestellt, um das schmerzhafte Knacken in den Ohren zu
vermeiden. Dieser Trick kann übrigens auch beim Start helfen.
Anstehen
Schon bald nach der Landung werden Sie feststellen, daß das Anstehen
in einer Schlange ("Line") in den USA sehr gesittet zugeht. Junge
Amerikaner
lernen diese Tugend schon sehr früh, was aber auch oft dazu führt,
daß sie sich scheinbar immer in der Schlange anstellen, in der bereits die
meisten Menschen stehen. Falls Sie also mehrere Warteschlangen vor sich
finden, wählen sie einfach die kürzeste. Vordrängeln sollten Sie
sich aber auf keinen Fall!
Ankunft USA (arrival)
Bei der US-Immigration muß man nun den Pass und das grüne
Formular vorzeigen und kurz mündlich erklären warum man in die
USA reist ("vacation" oder "business trip"). Seit dem 30. September
2004
ist die Prozedur etwas erweitert. Fingerabdrücke werden genommen und
vom Gesicht wird ein digitales Foto gemacht. Von 2004 bis 2007 reichte
es, den linken Zeigefinger und anschließend den rechten Zeigefinger
auf eine Glasplatte zu legen, die von einem Computer dann digital
erfasst
wurde. Seit Januar 2008 muß man sich (bereits in vielen Staaten)
alle
zehn Finger scannen lassen (in Washington, D. C.
beispielsweise scannte
man mir z. B. im Mai 2008 zunächst 4 Finger der rechten Hand, 4 Finger
der linken Hand und dann noch die 2 Daumen). Das Foto (ohne Brille -
"take
off your glasses!") wird anschließend digital aufgenommen und
gespeichert.
Da ich groß gewachsen bin, wurde ich z. B. auch einamal aufgefordert,
etwas in die Knie zu gehen, damit die Kamera mein Gesicht erfassen
kann.
Der kleine Abschnitt des grünen Forumlars wird vom US Beamten
abgetrennt
und in den Reisepass getackert, der obere Teil des Formulars bleibt in
den Staaten. Bei der Ausreise wird normalerweise der Abschnitt aus dem
Reisepass wieder entfernt. Falls das nicht so sein sollte, lesen Sie
bitte
weiter bei Abflug USA.
Die ganze Prozedur bei
der US-Immigration ist jedenfalls in der Regel in ein paar kurzen
Augenblicken
erledigt, vorausgesetzt man muß nicht lange in einer Schlange warten
und man wird nicht steckbrieflich gesucht oder so (ich war schon mal
der
glückliche Zweite von zwei Leuten in einer Schlange, bin aber auch
schon mal über eine halbe Stunde angestanden). Nach dem Passieren
der US-Immigration nimmt man sein aufgegebenes Gepäck entgegen
("baggage
claim"). Hat man alle Gepäckstücke wieder, geht es noch kurz
durch die US Customs/Border Protection, wo man das weiß-blaue Formular
abgibt. Well done, you're in the US.

Zeit
Die USA verwendet zur Kennzeichnung von Vor- und Nachmittag die
Abkürzungen
a. m. (ante meridian) und p. m. (post meridian) statt des in
Deutschland
verwendeten 24 Stunden-Systems. Der Tag in den USA läuft von 12.00
a. m., 1.00 a. m. usw. bis 11.59 a. m. statt von 00:00 bis 11:59.
Außerdem
von 12.00 p. m., 1.00 p. m. usw. bis 11.59 p. m. statt von 12:00 bis
23:59.
Die Woche beginnt in den USA mit dem Sonntag, statt wie in Deutschland
mit dem Montag (das die DIN-Norm 1355 seit 1976 so festgelegt hat).
Zeitverschiebung
Deutschland hat mit den USA i. d. R. eine Zeitverschiebung von
6
Stunden (z. B. in New York, seit 2007 können es während der Umstellung
auf oder nach der Sommerzeit auch nur 5 Stunden sein) bis 9 Stunden (z.
B. San Francisco, bis zum Jahr 2006 waren auch 10 Stunden möglich,
als Europa bereits Sommerzeit hatte, die USA jedoch noch nicht). Wenn
man
in den USA gelandet ist, muß man seine Uhr um die entsprechende Anzahl
an Stunden zurückstellen. Beispiel: wenn es in New York z. B. 7 Uhr
morgens ist, so ist es in Deutschland bereits 1 Uhr nachmittags.
Ausnahmen
dieser Zeiten finden sich wie bereits erwähnt, bei den Übergängen
von oder zur Sommerzeit.
Achtung: Funkwecker und -uhren bekommen in den USA keinen Kontakt mehr
mit Frankfurt. Sie laufen durch ihren eingebauten Taktgeber nach
deutscher
Zeit auch nur unbestimmte Zeit korrekt weiter, danach stellen sie sich
irgendwann auf eine Zeit ein, die nirgendwo auf der Welt existiert.
Multi-Band-Funkwecker
sollten das Problem nicht haben. Mit einem altmodischen, manuell
einstellbaren
Wecker ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite.
Sommerzeit (day
light saving time)
In Mitteleuropa dauert die Sommerzeit vom letzten Sonntag im März
bis zum letzten Sonntag im Oktober. Seit 2007 beginnt die Sommerzeit in
den USA (in den meisten Staaten, einzelne Ausnahmen bestätigen auch
hier die Regel) am zweiten Sonntag im März und endet am ersten Sonntag
im November. Während dieser Zeit gilt die Sommerzeit (Eselsbrücke: "Spring forward,
fall back"). Das Zeitfenster der Sommerzeit in den USA seit 2007 um
insgesamt
bis zu 4 Wochen länger als in Europa. Vor 2007 war das Zeitfenster
in den USA um eine Woche kürzer als in Europa, denn damals wurden
die Uhren am ersten Sonntag im April eine Stunde vor- und am letzten
Sonntag
im Oktober wieder eine Stunde zurückgestellt. Vor 2007 ergab sich
also während einer Woche (Ende März, Anfang April) eine
Zeitverschiebung
von zusätzlich einer Stunde. Beispiel (gültig bis einschließlich
2006): wenn es in New York z. B. 8 Uhr morgens war (in der besagten
Woche),
dann war es in Deutschland bereits 3 Uhr nachmittags (und nicht 2 Uhr
nachmittags).
In dieser Woche hatten wir dann eine Zeitverschiebung von 7 statt
üblichen
6 Stunden zwischen New York und Deutschland. Seit 2007 ergibt sich eine
bis zu 4 Wochen gültige Zeitverschiebung von weniger einer Stunde
(sowohl Mitte März als auch Ende Oktober/Anfang November). Beispiel
(gültig seit 2007): wenn es in New York 8 Uhr morgens ist (in den
besagten Wochen), dann ist es in Deutschland erst 1 Uhr nachmittags
(und
nicht 2 Uhr nachmittags). In diesen Wochen haben wir dann eine
Zeitverschiebung
von nur 5 statt üblichen 6 Stunden zwischen New York und Deutschland,
bzw. nur 8 statt üblichen 9 Stunden zwischen San Francisco und
Deutschland.
Ein Programm zum bequemen Umrechnen von Zeiten unterschiedlicher
Zeitzonen
unter Berücksichtigung der jeweils gültigen Sommerzeit finden
sie unter Software Tipps.

| Jahr | Deutschland | USA |
| 2012 |
25.03.2012 - 28.10.2011 (31 Wochen) |
11.03.2012 - 04.11.2012 (34 Wochen) |
| 2011 | 27.03.2011 - 30.10.2011 (31 Wochen) | 13.03.2010 - 06.11.2011 (34 Wochen) |
| 2010 | 28.03.2010 - 31.10.2010 (31 Wochen) | 14.03.2010 - 07.11.2010 (34 Wochen) |
| 2009 | 29.03.2009 - 25.10.2009 (30 Wochen) | 08.03.2009 - 01.11.2009 (34 Wochen) |
| 2008 | 30.03.2008 - 26.10.2008 (30 Wochen) | 09.03.2008 - 02.11.2008 (34 Wochen) |
| 2007 | 25.03.2007 - 28.10.2007 (31 Wochen) | 11.03.2007 - 04.11.2007 (34 Wochen) |
| 2006 | 26.03.2006 - 29.10.2006 (31 Wochen) | 02.04.2007 - 29.10.2006 (30 Wochen) |
Feiertage
Wenn Feiertage in den Zeitraum des Aufenthalts fallen, sind
Inlandsfülge
in den warmen Süden erfahrungsgemäß total überteuert
- wenn man überhaupt noch einen bekommt (z. B. President's Day am
dritten Montag im Februar oder während der "Spring break"). Siehe
auch Software Tipps.
Ziffern
und Zahlen
In den USA ist die Schreibweise für die "eins" nur ein senkrechter
Strich, also ohne ansteigenden Haken. Die "sieben" wird ohne Querstrich
geschrieben. Dies ist besonders bei den Einreisepapieren
zu beachten. Das Trennzeichen für Zahlen ist statt eines Kommas ein
Punkt. Größere Zahlen werden statt mit Punkten durch Kommas
leserlicher gemacht.
Maße,
Gewichte und andere Einheiten
1 inch (in.) = 2,54 cm; 1 foot (ft.) = 12 inches = 30,48 cm; 1 yard
(yd.) = 3 feet = 91,44 cm; 1 mile (mi.) = 1,609 km.
1 ounce (oz.) = 28,35 g; 1 pound (lb.) = 16 oz. = 453,60 g; 1 stone
(st.) = 14 lbs. = 6,35 kg; 1 quarter (qt.) = 2 st. = 12,7 kg
1 mph = 1,609 km/h; 1 sq ft = 0,09 m²
1 gallon = 3.785 Liter
Siehe auch Software Tipps.
Auto und Verkehr
Außer
in Großstädten, wo das öffentliche Verkehrsnetz meist gut
ausgebaut ist, ist ein Auto ein absolutes Muß, um in den USA mobil
zu sein. Ein internationaler Führerschein ist nicht
unbedingt
erforderlich, kann aber nützlich sein, wenn in den USA Auto gefahren
werden soll. Ein internationaler Führerschein ist nur zusammen mit
dem deutschen Führerschein gültig. Automatik- und
Benzinfahrzeuge
sind die Regel. Gefahren wird wie in Deutschland auf der rechten Seite.
Überholen
ist aber sowohl links als auch rechts erlaubt! Überraschend angenehm
ist, daß das Fahren in den Staaten nicht so anstrengend ist wie
hierzulande,
zumindest ist das mein persönlicher Eindruck, da die Höchstgeschwindigkeit
auf den Autobahnen meist auf 55 mph (88 km/h) beschränkt ist. Die
Geschwindigkeitsgrenzen können aber inzwischen in vielen Bundesstaaten
angehoben worden sein (im Mai 2008 war in Virginia 65 mph (105 km/h)
aber
das Höchste der Gefühle). Außerdem ist fast jedes Automobil
mit einem Tempomat (Cruise Control) ausgestattet.
Auf den Autobahnen
der USA gibt es auch manchmal eine separate Spur ("Restricted
Lane")
nur für Autos mit mindestens zwei (gekennzeichnet mit "HOV-2 only")
oder mehr Insassen (z. B. "HOV-3 only"). Das soll motivieren,
Fahrgemeinschaften
zu bilden. Das "HOV" auf den Schildern bedeutet übrigens High-occupancy
vehicle lane. Es kann aber auch erlaubt sein, ohne einen
Beifahrer
auf einer HOV-Fahrbahn zu fahren. Achten Sie z. B. auf Anzeigen wie z.
B. "Restricted Lanes - Open To Traffic, No Trucks". Auf machen
Fahrbahnen
gibt es auf der Seite "Spurrillen", die wenn man
drüberfährt,
einen wieder wachrütteln können. Sie warnen also den Autofahrer,
sollte er mal vom Weg abkommen. Die Spurrillen-Fahrbahnen gibt es auch
in Kanada. Dann gibt es noch "Speed Bumps", das sind
kleine, auf
der Fahrbahn aufgebrachte Hügel oder Wölbungen, die einen als
Autofahrer zwingen können, auf geschwindigkeitsbegrenzten Straßen
auch wirklich langsam zu fahren. Das Bild zeigt eine Verkehrsstraße
im Oktober 2007 in Las Vegas, Nevada.
Tanken (Filling
Station)
Meiner
Meinung nach ist Tanken ist in den USA eine Wissenschaft für sich.
Bei manchen Tankstellen müssen Sie, nachdem Sie den Zapfhahn von der
Zapfsäule abgenommen haben, noch einen kleinen Hebel, auf dem der
Zapfhahn lag, von Hand meist noch nach oben legen, damit das Benzin
auch
aus dem Zapfhahn kommt. Wenn die Tankstelle nicht gerade in der Pampa
steht
(wie z. B. in einem Nationalpark), können Sie auch direkt bargeldlos,
z. B. mit Kreditkarte an der Zapfsäule bezahlen. Dazu müssen
Sie Ihre Kreditkarte in den dafür vorgesehenen Schlitz stecken, bevor
Sie tanken können. Es gibt Zapfsäulen, die mit einem Lautsprecher
ausgestattet sein können und einem die Ohren mit Werbung volldröhnen
(auf dem Bild ist er oben rechts zu erkennen). Suchen und drücken
Sie den "Mute"-Knopf, falls Sie diese Art der Berieselung stört. An
anderen Tankstellen kann es erfordlich sein, zuerst Geld beim Tankwart
zu bezahlen, um sich das ehrenvolle Recht zu erwerben, selbst tanken zu
dürfen. In der Regel sollte ihr Mietauto mit Kraftstoff einer niedrigen
Oktanzahl auskommen (Ausnahmen bestätigen wie so oft auch hier die
Regel). Ist Ihr Auto älter, kann es erforderlich sein, höherwertigen
Stoff zu tanken. Im Bild sind die entsprechenden Oktanzahlen auf den
drei kleinen rechteckigen gelben Aufklebern zu erkennen. Getankt wird
in Gallonen, statt in Litern. Siehe auch
Maße
und Gewichte. Das Bild zeigt eine Zapfsäule einer Tankstelle
im
Mai 2008 in Williamsburg, Virginia.
Stromversorgung
Die Spannung beträgt in den USA 110 Volt/60 Hz
Wechselstrom.
Die meisten deutschen Elektrogeräte lassen sich manuell auf die halbe
Voltzahl herunterschalten oder sie tun es automatisch. Amerikanische
Steckdosen
sind aber nur für flache Kontaktstifte gemacht, Stecker aus Europa
mit Rundstiften passen nicht. Deshalb ist ein Adapter
erforderlich.

Steckdosen in den USA haben in der Regel
drei Löcher, genauer
gesagt zwei flache Schlitze, die flache Kontaktstifte aufnehmen können
und ein Loch für einen möglichen runden Schutzleiter. Amerikanische
Stecker
haben mindestens zwei flache Kontaktstifte. Befindet sich zusätzlich
ein dicker, runder Stift am Stecker ist dies der Schutzleiter, er dient
auch der Verpolungssicherheit (damit man den Stecker richtig herum in
die
Steckdose steckt). Der runde Schutzleiter ist aber nicht immer
vorhanden.
Üblicherweise ist dann aber einer der beiden flachen Kontaktstifte
etwas breiter als der andere. Wenn Sie genau hinsehen, können Sie
auf dem Bild erkennen, daß der obere Schlitz einen etwas breiteren
Kontaktstift
aufnehmen kann. Das dient dann ebenfalls der Verpolungssicherheit. Das
Bild zeigt sowohl eine amerikanische Steckdose als auch einen
amerikanischen
Stecker mit den beiden flachen Kontaktstiften und einem Rundstift als
Schutzleiter.
Die Steckdose kann auch um 90° nach links gedreht sein und erinnert
dann an einen erstaunten Smiley [o-:] Für mehr Information sehen Sie
http://de.wikipedia.org/wiki/Länderübersicht_Steckertypen,_Netzspannungen_und_-frequenzen
Am teuersten ist es, direkt über das Hotel zu telefonieren, da hierbei oft die höchsten Preise verlangt werden. Sinnvoll hingegen ist eine sogenannte Prepaid-Karte, d. h. zuerst zahlen und dann telefonieren.

Mit einer solchen Karte können Sie dann auch über das Telefon
in Ihrem Hotelzimmer kostengünstig telefonieren. Versuchen Sie nicht,
verzweifelt den Schlitz für die Karte in einem Telefon zu suchen -
sie werden keinen finden, weil eine US-Telefonkarte anders funktioniert
als eine deutsche. Zuerst wählt man die Nummer, die auf der Karte
steht (meist eine sogenannte "Toll Free Number", die Sie erstmal nichts
kostet, manchmal beginnt diese mit 1-800). Achtung: wenn Sie von einem
Hotelzimmer aus telefonieren, müssen Sie in der Regel noch eine Ziffer
vorweg wählen, um außerhalb des Hotels telefonieren zu können.
Passen Sie höllisch auf, welche Ziffern Sie zuerst wählen. Folgen
Sie dem Hinweis auf dem Telefon "Toll Free Calls - Press 9 + 1 + Toll
Free
Number" könnte das eine unangenehme Überraschung für Sie
bereithalten. Beginnt eine Telefonnummer mit "911" als erste Ziffern -
und dabei ist es egal, welche Ziffern danach noch gewählt werden,
werden Sie direkt und sofort mit der Polizei verbunden! Legen Sie auf,
ruft die Polizei zurück - schließlich könnte ja was passiert
sein - und Sie dürfen Ihr Misgeschick erklären! "Local Calls
- Press 9 + Number" wobei "Number" unsere "Toll Free Number" von der
Prepaid-Karte
ist, wäre in diesem Fall die korrekte Aktion gewesen.
Wenn Sie es geschafft haben und mit dem automatischen Prepaid-System
des Telefonanbieters verbunden worden sind, lauschen Sie der Stimme und
folgen den Anweisungen. In der Regel gibt man als nächstes eine
PIN-Nummer
ins Telefon ein. Diese PIN muß üblicherweise zuerst auf der
Karte freigerubbelt werden. Nach Deutschland wählt man nun "01149",
die Vorwahl der deutschen Stadt ohne Null und die eigentliche Nummer
des
Gesprächspartners. Zum Beenden des Gesprächs aufhängen!
Telefonieren
mit dem Handy
(Cell Phone)
Manche Handies erwarten statt des Prefixes "01149" ein "+49" (die
Tasten
Plus, Vier und Neun drücken). Handies werden in Amerika übrigens
"Cell Phones" genannt (und in Großbritannien "Mobiles"). Handies
können nur benutzt werden, wenn sie sich auf 1900 MHz umstellen lassen.
Sogenannte Tri-band-Handies und Quad-band-Handies können das. Neuere
Handies machen die Umstellung automatisch, wenn auch manche Modelle
einige
Minuten brauchen können, bis sie sich an die neue Umgebung "gewöhnt"
haben. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Telefonprovider über die
sogenannten
Roaming Gebühren, die fast immer anfallen und mitunter sehr
hoch
ausfallen können, wenn Sie länderübergreifend telefonieren.
Noch ein Tipp eines Lesers meiner USA-Travel-Tipps: "Bitte warnen Sie
vor
den horrenden Gebühren die deutsche Provider beim Roaming in den USA
verlangen. Ich hatte vor 2 Jahren eine Rechnung von 200 Euro. Ich
empfehle
meinen Bekannten mittlerweile die Verwendung von Prepaid Karten fürs
Handy. Hier kann man schon für [einige wenige] US-Cent nach Deutschland
anrufen [...]. Mit der Karte hatte ich 20 Dollar vertelefoniert für
eine mindestens doppelte Gesprächszeit."
Post (mail)
Postkarten nach Deutschland kosten 98 US cents (Stand 08/2010).
Aktuelle
Informationen erhalten Sie mit dem Postage
Rate Calculator des US Postal Services. Postkästen sind meist
blau.

Münzen (coins)
Die Währungseinheit der USA ist der Dollar. Ein Dollar unterteilt
sich in 100 Cents. Die Münzen heißen dollar, half a dollar (50
Cents), quarter (25 Cents), dime (10 Cents), nickel (5 Cents) und penny
(1 Cent). 50 Cent-Münzen und die Ein-Dollar-Münzen treten recht
selten im baren Zahlungsverkehr auf. Die Ein-Dollar-Münze, der Susan
B. Anthony Dollar besitzt fast gleiche Abmessungen wie der Quarter. Der
Sacagawea Dollar ist goldfarben und ungefähr so groß wie ein
Zwei-Euro-Stück. Tipp: Der Sacagawea Dollar wird oft in "Post Offices"
als Wechselgeld von "Stamp Machines" herausgegeben. Ein Nickel (zweite
Münze von links) ist trotz des niedrigeren Wertes im Durchmesser größer
als ein Dime (dritte Münze von links)! Ein 5-Cent-Stück aus Europa
hat den gleichen Durchmesser wie das 5-Cent-Stück der USA (zweite
Münze von links). Und ein 2-Cent-Stück aus Europa ist in etwa
so groß wie ein 1-Cent-Stück aus den USA (erste Münze von links).

Geldscheine
(bucks)
Dollars werden in den USA umgangssprachlich als "bucks" bezeichnet.
Banknoten gibt es in den Werten $ 1, 2, 5, 10, 20, 50, 100, 500 und 1000,
5000, 10000 und 100000. Formate: Alle
US-Banknoten haben die
gleichen Formate. Vorkommen: Zwei-Dollar-Scheine
sind sehr selten.
Auf ihnen ist Thomas Jefferson abgebildet, sie bekommt man z. B. als
Wechselgeld
beim Kauf einer Eintrittskarte für das Monticello-Anwesen, auf dem
Thomas Jefferson gelebt hat. Scheine mit Nennwerten ab 100 Dollar wird
man als Tourist wahrscheinlich kaum zu Gesicht bekommen dürfen.
1000-Dollar-Scheine
und die noch größeren Werte sind ausschließlich im Interbank-Verkehr
anzutreffen (und ich habe zumindest noch keine echten gesehen). Farbe:
Alle alten US-Banknoten haben die gleichen schwarz-grünlichen Farben,
was Ihre Unterscheidung nicht gerade erleichterte. Die Werte neuerer
Scheine
können mittlerweile aber auch farblich unterschieden werden und sie
haben auch mehr Sicherheitsmerkmale. Für mehr Informationen über
die Geldscheine siehe http://www.bep.treas.gov
und http://www.moneyfactory.gov.
Falls Sie Euros in Dollars, Dollars in Euros oder sonst irgendeine
Währung
umrechnen möchten, schauen Sie doch bitte bei Software
Tipps vorbei.
Bezahlen
Bezahlen kann man in den USA sowohl bar, mit Travellercheques als auch
mit Kreditkarte. Letztere gibt einem die Möglichkeit, nicht ständig
ein Bündel Geldscheine mit sich führen zu müssen. Außerdem
ist die USA auch als das Land der Kreditkarten berühmt. Beachten Sie,
daß manche Kreditkartenunternehmen z. B. 1 % Gebühren auf den
Umsatz verlangen für den "Auslandseinsatz". Prepaid Kreditkarten
sind wegen der abgeschalteten Kreditfunktion nur
bedingt für Geldgeschäfte geeignet. Einen Mietwagen sollten
Sie z. B. nur mit einer echten Kreditkarte bekommen. Einiges kann
man aber
ohnehin nur bar bezahlen. Bestimmte Eintritte (wie z. B. das
UN-Building
in New York), Taxis (yellow cabs in New York), anonyme Spiele an
einarmigen
Banditen und an Roulette-Tischen (in Las Vegas), manche
Autobahnmautstellen
(Toll), Servicepersonal (wie z. B. den Kofferträger am Flughafen oder
das Zimmermädchen), kleinere Breakfast-Läden und Straßenhändler,
usw. wo es oftmals ohnehin nur um kleinere Beträge geht, zählen
dazu. Daneben gibt es auch noch die Geräte, die mit einem Penny und
zwei Quarters gefüttert, einen Cent zu einer hübschen ovalen
Andenkenplakette plattwalzen können.
Steuern (tax)
Die Preise der Waren werden alle netto ausgezeichnet, d. h. es kommt
noch die Steuer (tax) hinzu. Die Nettoangaben sollen einen besseren
Preisverglich
zwischen den einzelnen Staaten in den USA erlauben, da jeder Staat
unterschiedliche
Steuern erhebt. Auf der anderen Seite ist der tatsächliche Preis,
den man bezahlt, durch diese Art der Preiskennzeichnung aber stets
höher
als auf den Waren angegeben. Ausnahmen sind beispielsweise der
Bundesstaat
Delaware und Duty-Free-Shops in Flughäfen, wo gar keine Verkaufssteuern
für Verbraucher erhoben werden. Siehe auch "Sales
taxes in the United States".
Trinkgeld (tip)
Wenn der Kellner sich nicht schon selbst das Trinkgeld auf die Rechnung
geschrieben hat, so sind 10 % - 15 % vom Nettobetrag üblich.
Essen und
Trinken
In den meisten Restaurants gilt: "Wait to be seated", d. h. Sie suchen
sich nicht einfach einen Tisch, sondern die Bedienung weist Ihnen einen
Tisch zu. Grundsätzlich werden Softdrinks (z. B. Cola) mit ungewohnt
viel Eis serviert. Ein "Refill" für alkoholfreie Getränke ist
üblicherweise kostenlos (außer es wird in der Dose serviert).
Das gilt auch für die Fast-Food-Ketten. Spar-Tipp: den kleinsten
Softdrink
bestellen und dafür öfters kostenlos "nachtanken".
Wasser
Das Leitungswasser ist meist mit Chlor versetzt. Abhängig von
Region zu Region schmeckt man das schwächer oder eben stärker
heraus. Wasser mit Kohlensäure (sparkling water) muß man richtig
suchen.
Toilette (restroom)
Eine Klobürste kennen die Amerikaner meines Wissens nicht. Noch
ein kurioser Unterschied: ein Klodeckel aus den USA ist meistens an der
Front etwas geöffnet, er bildet also eher eine U-Form oder Omega-Form
im Gegensatz zur deutschen O-Form. Der Wasserspiegel in der Toilette
ist
auch um einiges höher als in Deutschland.

Packen für die
Rückreise
Vor dem Abflug lohnt es sich beim Packen aufzupassen. Neben einem
Handgepack
pro Person gestatten einige Fluggesellschaften (wie z. B. die
Lufthansa)
zusätzlich zwar zwei Gepäckstücke pro Person, allerdings
aber auch nur 23 kg pro Gepäckstück. Kommen Sie bei einem einzigen
Gepäckstück über dieses Limit, kann es teuer werden. 50
Dollar ist das günstigste Bußgeld (und dabei spielt es auch
keine Rolle, daß Ihre Sachen beispielsweise insgesamt weniger als
46 kg auf die Waage bringen, sie selbst deutlich weniger wiegen als ein
vollgefutterter
Fastfood-Liebhaber und es hat auch nicht den geringsten Einfluß auf
das Bußgeld, daß Sie der Fluggesellschaft durch Ihre Kofferwahl
etwas an Volumen gespart haben). Statt mit einem kleinen und einen
großen
Gepäckstück zu reisen, empfehle ich deshalb gleich zwei große
Koffer - falls Sie vorhaben, wegen einen evtl. günstigen Dollarkurs
etwas mehr in den Staaten einzukaufen.
Abflug USA
(departure)
Dank des elektronischen Reisegenehmigungsverfahrens, das am 12.
Januar
2009 in Kraft trat, ist folgender Absatz wahrscheinlich obsolet:
Bei der amerikanischen Flughafensecurity ist es Pflicht, die Schuhe auszuziehen und manchmal werden einem Überziehschuhe, die man evtl. schon aus einem Operationssaal her kennt, offeriert. Nehmen Sie dieses Angebot ruhig an, die Überziehschuhe können Sie im Flieger wieder prima brauchen. Jetzt sind Sie bald wieder zu Hause, lehnen Sie sich gemütlich zurück und treten Sie die Heimreise an. Unvergeßlich sind bei Nacht und klarem Himmel die hell erleuteten Städte der Erde. Sonnenuntergänge sind auch aus dem Flugzeug schön anzusehen:

Ankunft
Deutschland (arrival)
Uhren wieder vorstellen, solange wie möglich im Tageslicht aufhalten
und dann ordentlich den Jetlag ausschlafen!
Software Tipp
Wenn Sie einen Trip in die USA planen, kann Ihnen zur Vorbereitung
mein kostenloses, registrierungsfreies, werbefreies und
plattformunabhängiges
Open Source Programm NumericalChameleon
evtl. nützliche Dienste leisten. Es kennt z. B. die Feitertage
der USA, kann Zeiten verschiedener Zeitzonen
umrechnen und beherrscht auch alle wichtigen Maße-
und Gewichte, Temperaturen,
etc. Sie können
mit Hilfe der Software auch eine Liste des aktuell gültigen Dollar-Kurses
für Ihre Reise erstellen. Das Programm kann Ihnen natürlich auch
helfen, wenn Ihr Reiseziel ein anderes als die USA ist.
Weiterführende Links
http://www.us-botschaft.de/- Die US-Botschaft in Deutschland
http://johann.loefflmann.net/software/numericalchameleon/index.html
- Das NumericalChameleon (siehe Software
Tipp)